Glanzpunkte des Ethnologischen Museums im DLM sind
die jüngst in erweiterter Form neu eröffnete Afrika-Abteilung,
das Asien-Department mit der weltweit bedeutenden Sammlung orientalischer,
chinesischer und südostasiatischer Schatten-spielfigurinen und
einem bemerkenswerten Bestand aus den Bereichen der Kulturen Japans,
Chinas, Tibets und der Polar-regionen.
Wer also ein Original-Kajak der Inuit oder die komplette Rüstung
eines Samurai studieren will, wird hier ebenso fündig wie der Freund
afrikanischer Maskenkostüme aus Nigeria und Angola oder der Bewunderer
eines komplett ausgestatteten Lederzelts der Tuareg.
Die Amerika-Abteilung im Ethnologischen Museum des DLM wurde in Kooperation
mit den Museen in Darmstadt (HLMD) und Frankfurt (MDW) als überregional
renommierte Schwerpunktsammlung zu den Kulturen der Native Americans
aufgebaut.
Sie ist vor allem auch bei den einheimischen Völkern Nordamerikas
und Kanadas berühmt - so kann es durchaus passieren, dass die deutschen
Besucher hier unvermittelt einem Navajo, Hopi oder Blackfoot gegenüberstehen,
der in Offenbach die Hinterlassenschaft seiner Vorfahren studiert.
In immer neuen Events bietet das DLM allen Interessierten - seien es
Kinder oder Er-wachsene - einen Einblick in die aktuellen Kulturen der
im Museum gezeigten Ethnien.
So zeigten beispielsweise die Mitglieder der indonesischen Community
in der Rhein-Main-Region Javanisches Schattentheater und Tanz mit Originalmusik
ihres Gamelan-Orchesters oder eine nigerianische Prinzessin organisierte
Modenschauen mit klassischer Musik der Griots und Spezialitäten
aus ihrer westafrikanischen Heimat, mexikanische Azteken und Hopi aus
den USA richteten ein Kinderfest aus mit indianischen Märchen,
Tänzen und Akrobaten oder türkischdeutsche Freundschaftsvereine
boten anatolische Folklore, Küche und Schattenspiele mit der berühmten
Hauptfigur Karagöz. |