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Die europäischen Sammlungen umspannen die Zeit von den Römern
bis ins 20. Jh. Nicht nur die Schuhe der Moorleichen des 2. Jhs. nach
Chr. und Schuhfunde aus Haithabu um das Jahr 1000, sondern auch Schnabelschuhe
des 15. Jhs. sowie die berühmten „Horn- und Kuhmaulschuhe"
der Albrecht Dürer- und Hans Sachs-Zeit des frühen 16. Jhs.
sind im Schuhmuseum ausgestellt.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet das 18. Jh. mit seinen kostbaren Seidenschuhen
des Adels. Aber auch das 19. Jh. ist mit zahllosen, exquisiten Schuhen
des Bürgertums und des Adels vertreten.
Neben Schuhen der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissy) um
1865 finden sich Stiefeletten des berühmten Pariser Schuhherstellers
Pinet von 1870.
Im frühen 20 Jh. mit dem beginnenden Jugendstil wird die Stiefelette
durch den Pumps mit Spange abgelöst.
Charakteristisch für die Jahrzehnte des 20. Jhs. ist die Aufgliederung
von Schuhwerk nach den unterschiedlichsten Bedürfnissen: vornehme
City-Mode, legere Freizeitmode sowie Sport in all seinen Facetten.
Die Situation des ausgehenden 20. Jhs. zeigt die Verschmelzung von Sportschuhformen
mit der Jugend- und Freizeitschuhmode.
Allen diesen Trends widmet das Schuhmuseum durch Sammeln seine Aufmerksamkeit
und zeigt in kleinen, aktuellen Ausstellungen diese Veränderungen.
Einblicke in die Modeentwicklung gewinnt das Museum durch Kontakt zum
DSI (Das Schuhinstitut) in Offenbach sowie zur Internationalen Schuhmesse
in Düsseldorf (GDS).
Neben kostbaren Zunftsammlungen erwarb das Museum schon früh auch
Stiche, Lithographien und Zeichnungen zum Thema "Schuhmacher"
sowie Modekarikaturen. |