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BAROKOKO
Z i t a A t t a l a i ' s
Objekte der Begierde
Die Formenvielfalt in Zita Attalais Schuh-Skulpturen kennt keine Grenzen
- immer wieder variiert sie Einrollungen an Absatz, Ferse, Rist. Aufsteigende
Laschen setzen phallische Akzente, Fell und Federn lassen Assoziationen
mit wollüstig-plüschigen Interieurs zu. Fragile Absatzkonstruktionen werfen
die Frage auf, ob, wären sie echt, diese Schuhe mehr als "den Weg zwischen
Haustür und Bett" überstehen würden, wie die französische Sängerin Mistinguett
einst den Sinn der Kreationen von André Perugia umschrieb. In Barock und
Rokoko hatte die Dame der Gesellschaft Fuß und Schuh züchtig unter bauschigen
langen Kleidern zu verstecken - ein Blick darauf ließ heiße Männerfantasien
blühen. Diese "Objekte der Begierde" erleben eine Renaissance in Zita
Attalais Skulpturen.
Biografie
Geboren wurde Zita Attalai 1964 in Budapest, wo sie 1987 ihr Studium
an der Akademie für Angewandte Kunst als Mode- und Schuhdesignerin in
der Spezialisierung auf High Fashion Shoes abschloss.
Seitdem kreiert sie "Schuh-Skulpturen", denn die künstlerische Auseinandersetzung
mit dem Schuhdesign und das Umsetzen ihrer Ideen erlauben ihr eine Gleitfahrt
durch historische Stile ohne Rücksicht auf Funktionalität. Am Anfang ihres
Entwurfes steht immer erst die Zeichnung als Beweis ihrer Überzeugung,
dass jeder kreative Prozess im Design auch ein Ausdruck von Kunst ist
im Sinne der "fine art".
Ihre besondere Liebe gilt dem Barock und dem Rokoko, deren technische
Möglichkeiten, die Exaktheit der Ausführung, die weitgespannte Farbpalette
sie immer wieder faszinieren und inspirieren.
Ihre Arbeit ist getragen von der Idee, dass der Schuh - als Fetisch -
das wichtigste und spannendste Accessoire weiblicher Kleidung ist.
Sie bevorzugt leuchtende Farben, schimmernde Oberflächen und hochqualitätvolle
Materialen wie Glacéleder und Kalbsvelours, Reptilien- und Schildkrötenleder.
Die Auswahl ihrer Leisten und Absätze berücksichtigt Formen, die den Fuß
gekonnt in Szene setzen. Die Verarbeitung ihrer Skulpturen genügt den
Ansprüchen handgefertigter Schuhe (immerhin steht sie in der Tradition
der berühmten "Budapester Schuhmacher"), sie macht den Schnitt, schneidet
die Lederteile, steppt den Schaft, bearbeitet die Sohlen. Jeder Absatz
ist einzeln geformt, in Gips oder Holz, und handbemalt. Doch tragbar sind
die Schuhe nicht, denn Zita Attalai verzichtet bewusst auf die Metallstütze
unter dem Fußgewölbe - auch wenn ihre Schuhe immer paarweise kommen: Ein
dreidimensionaler Musterschuh im Verhältnis 1:1.
Ausstellungen
| 1988 |
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Fashion show für Dovin Kft. / Budapest |
| 1989 |
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ELAN Galerie / Debrecen / Ungarn |
| 1990 |
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OFFLINE / Wien, Fashion show / ATTAMO
accessories |
| 1990 |
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ERNST Museum / Budapest / "Fashion and
Visuality" |
| 1990 |
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SZOLNOK / Galerie / |
| 1991 |
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GUTTENBERG Galerie / Budapest |
| 1991 |
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CONFIGURA I. Kunst in Europa / Galerie
am Fischmarkt / Erfurt |
| 1992 |
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OFFLINE / Wien, Fashion show / ATTAMO
accessories |
| 1992 |
|
"Fashion and Visuality" / Berlin |
| 1994 |
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"Workshop-corner" / Museum of Applied
Arts / Budapest Textiv / Margitszigeti Dztorony Galerie / Budapest |
| 1996 |
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V.A.M. Design Center / Budapest |
| 2000 |
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Budapest Bank / Installation |
| 2000 |
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Pasa 53 Galeria / Budapest |
| 2000 |
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ERNST Museum / Budapest |
| 2001 |
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Millennial Exhibition of Contemporary
Applied Arts Budapest |
| 2001 |
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Atrium Galerie / Budapest |
| 2001 |
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Pesti Est Café / Budapest |
| 2002 |
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DLM - Deutsches Ledermuseum / Schuhmuseum
Offenbach |
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