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MAGIE DER SÜDSEE
Schätze der Kunst und Kultur Ozeaniens aus Museen der Région d'
Aquitaine
8. April bis 24. Juni 2001
Eine Statue von den Salomonen-Inseln ist das Wahrzeichen der Sonderausstellung
von April bis Juni 2001 im DLM: Die hölzerne Ahnenfigur mit Augen aus
Perlmutt und dekorativen Tatauierungen gelangte als Geschenk des Grafen
Alphonse de Fleurieu 1913 ins Museum von Périgueux. Sie ist Teil der umfangreichen
Bestände von ozeanischen Ethnographica in den öffentlichen Sammlungen
Aquitaniens, der französischen Partnerregion des Landes Hessen.
In Kooperation mit dem Musée d'Aquitaine, Bordeaux, kam eine Schau mit
Skulpturen, Ritualgegenständen, Masken, Waffen und Schmuck aus Ozeanien
zusammen, die erstmals außerhalb Frankreichs gezeigt werden, darunter
Zeremonialkeulen von den Fidji-Inseln, ein Kürass aus Kokosfasern und
Muscheln von Kiribati, Prunkpaddel, Statuen und Kapkap-Schmuckscheiben
von den Salomon-Inseln, die berühmten Tiki-Steinfiguren der Marquesas,
Tanzmasken und Skulptur aus Neu-Kaledonien, Männerschmuck mit Eberhauern
von Neu Guinea.
Als die ersten wissenschaftlich denkenden Europäer vor zweieinhalb Jahrhunderten
die Inseln der Südsee ansteuerten, trafen sie auf Menschen, die mit einfachsten
Mitteln ihr Überleben in einer Umgebung meisterten, die nur in der Sicht
der daheim gebliebenen Weißen als eine Art irdisches Paradies empfunden
werden konnte. Die differenzierten gesellschaftlichen und religiösen Formen
und die hoch entwickelte Kunst blieben westlich denkenden Forschern oft
unverständlich.
Die komplizierten Hierarchien der Adelskultur Polynesiens oder ein heute
sehr aktuell erscheinendes Weltbild auf dem Hintergrund des Ausgleichs
weiblicher und männlicher Energien blieben den Europäern lange Zeit ebenso
verborgen wie die kultische und zugleich künstlerische Ausstrahlung der
Skulpturen und Ritualobjekte.
Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der Begegnung Frankreichs
mit Melanesien, Polynesien und Mikronesien im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Darüber hinaus berührt sie Aspekte der geistigen und emotionalen Auseinandersetzung
Europas mit diesen fremden Kulturen, die bis auf den heutigen Tag nicht
als abgeschlossen gelten kann.
8. April bis 24. Juni 2001, täglich 10 bis 17
Uhr
Eintritt: DM 9,-, ermäßigt DM 5,-
(für das gesamte Haus)
Katalog: französischer und deutscher
Text, 144 Seiten, 24 Farbtafeln und zahlreiche schwarz-weiß-Abbildungen,
DM 29,-
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