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w a s b l e i b t
bok (Bund Offenbacher Künstler)
Die Ausstellung
Nach der erfolgreichen
Ausstellung "nah dran" 2001 setzt der bok
in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Ledermuseum
und dem Kulturamt der Stadt Offenbach seine
Ausstellungsreihe im DLM Ledermuseum fort.
Dr.
Christian Rathke (Direktor des DLM) ermöglicht wieder vier Mitgliedern
des bok eine Präsentation ihrer Arbeiten,
die im Dialog mit dem Konzept des Museums stehen. Der Titel der diesjährigen
Ausstellung "was bleibt" ergab sich aus den
Werkthemen der vier Künstlerinnen Eva Giersiepen,
Merja Herzog-Hellstén, Petra Mühl und Karin
Nedela.
Die Künstlerinnen
Eva
Giersiepen
arbeitet mit transparentem Material. Sie zeigt "Luftschlösser", die aus
HDPE-Folie entworfen und genäht sind. Sie füllen sich leise knisternd
mit Luft, nehmen ihre Form an, zeigen ihr farbiges Innenleben und sinken
mit einem papierenen Rascheln in sich zusammen: Atmen und Vergehen, steter
Wechsel, die Bewegung des Immergleichen.
Merja
Herzog-Hellstén
nimmt den cantus firmus des DLM auf und thematisiert Haut, in diesem speziellen
Falle die Haut der menschlichen Fingerbeere. Aus Fingerabdrücken von Menschen
aus aller Welt entwickelte sie Gummiskulpturen und lässt sie wie reduzierte
Portraitköpfe wirken. Die Daktyloskopie zeigt nicht nur die Einmaligkeit
des Individuums, sondern auch die Tatsache, dass kein Mensch 'exotischer'
ist als ein anderer.
Petra
Mühl
setzt Familienphotographien, Fundstücke, angefertigte Objekte und aus
dem Alltag gelöste Gegenstände in einen veränderten Kontext und kreiert
mit ihren Objektinstallationen eine neue Sicht auf die Realität. In diesem
Sinne erstellte sie ihre "Sammlung", um die eigene Position innerhalb
eines geschichtlichen Fortgangs zu bestimmen oder auch im Gegenteil: sie
ad absurdum zu führen. Sie gibt eine mögliche Antwort auf die Frage: Was
könnte bleiben?
Karin
Nedela
zeigt imaginäre Photoportraits realer Personen, sowie reale Photoportraits
imaginärer Personen. Ob historische Gestalten, mythologische Figuren oder
christliche Allegorien: diese "Portraits" sind ein mit Humor gewürztes
Spiel mit kunstgeschichtlichen Zitaten und historischer Überlieferung,
Realismus und Groteske.
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