Damenschuhe, Pythonleder, 1940er-Jahre, und Pythonhaut © DLM, L. Brichta

Ab 22. September 2018

Das ist Leder! Von A bis Z

Mit DAS IST LEDER! Von A bis Z präsentiert das DLM einen innovativen, multimedialen Projektraum, der umfassenden Einblick in den jahrtausendealten Werkstoff gibt und erstmals die Grundlagen von Leder in einem Dialog mit der herausragenden Sammlung des Museums zeigt.

 

Lederalphabet von A bis Z

In Form eines Lederalphabets von A wie Antilopenpergament bis Z wie Ziegenleder werden ausgewählte Objekte mit ihrer spezifischen Lederart und in ihrer individuellen Gestaltung vorgestellt. Zu jedem Exponat gehört eine eigene „Fühlstation“ mit dem jeweils verarbeiteten Leder. Für die Besucher heißt das also: Anfassen erlaubt! Die Vielfalt des Leders wird somit innovativ und informativ vermittelt. Durch die Auswahl der Objekte aus unterschiedlichsten Zeiten, Kulturen und Anwendungsbereichen wird die Vielfalt an Lederarten und Gestaltungsweisen für jeden anschaulich erfahrbar.

 

Medientische

Zu den unterschiedlichen Lederarten – wie z.B. Rinds- und Schafleder, Nubuk- und Veloursleder, aber auch Krokodil-, Straußen- und Haifischhaut – sowie über die wichtigsten Gestaltungstechniken werden umfangreiche Informationen an insgesamt acht Medientischen geliefert. Mithilfe von sensorischen Taststationen, die jeweils mit einem besonderen Lederstück ausgestattet sind, wird die Installation in Gang gesetzt, wodurch wichtige Informationen zu den besonderen Eigenschaften des Leders, den Verwendungsbereichen oder bestimmten Berufen abgerufen werden können.

 

Filminstallation

Das Deutsche Ledermuseum hat Kurzfilme produzieren lassen, in denen ehemalige und jetzige Akteure ausgewählter lederverarbeitender Betriebe in der Stadt und aus dem Kreis Offenbach zu Wort kommen. In Kurzporträts sprechen Feintäschner, Designer und Produzenten über Handwerk und Tradition, Fertigungsprozesse sowie die Rolle von Moden und Trends.

Aus dem Kreis Offenbach werden Picard Lederwaren – einer der größeren Unternehmer – sowie die Ledermanufaktur Kreis – ein Spezialist für Gürtel und Kleinlederwaren – vorgestellt. Aus Offenbach wird ein Kurzporträt von Lederwaren Hammann, ein unmittelbarer Nachbar des Deutschen Ledermuseums, gezeigt. Tsatsas, die seit fünf Jahren exklusive Taschen in Frankfurt entwerfen, aber ihre Entwürfe in Offenbach umsetzen lassen, geben ebenfalls Einblicke in ihre Arbeit. Der Maßschuhmacher Jürgen Ernst rundet das vielseitige Bild der wenigen heute noch tätigen Akteure ab. Historische Annäherungen an das Thema liefert ein Filmbeitrag über das Werkstatt-Museum Karl-Mayer-Haus sowie ein Interview mit dem ehemaligen Mustermacher Gunter Brehm von Goldpfeil. Somit entsteht ein authentisches und lebendiges Bild der Lederwarenbranche in der Stadt wie auch im Kreis Offenbach.

 

Neben den Objekten und Medientischen sind diese Beiträge, die während der Dauer der Ausstellung als kontinuierliche Filminstallation im Hugo-Eberhardt-Saal gezeigt werden, ein zentraler Bestandteil der Ausstellung DAS IST LEDER! Von A bis Z.

Highlights der Ausstellung

Handschuhe England, 17. Jahrhundert_Elchleder © DLM, M. Özkilinc

Necessaire, Europa, Anfang 19. Jahrhundert und Fingerhut-Etui, Europa, Anfang 19. Jahrhundert_Haifischleder © DLM, M. Özkilinc

Kopfaufsatzmaske, Cross River, Südnigeria, vermutlich 1928_Antilopenpergament © DLM, L. Brichta

Unterarmtasche, Offenbach am Main, 1964-48_Bindenwaranleder © DLM, M. Özkilinc

Handtasche, Heusenstamm, 1983_Lackleder © DLM, M. Özkilinc

Kinderstiefel der Iñupiat, Alaska, Anfang 20. Jahrhundert_Rentierfell © DLM, L. Brichta

Ausstellungsansichten

Intro: Objekte im Setzregal © DLM, L. Brichta

Objekte des Leder-Alphabets mit Fühlstationen © DLM, L. Brichta

Leder-Eigenschaften © DLM, L. Brichta

Sneaker Gumshoe, Niederlande, 2018 © DLM, L. Brichta

Medientisch mit Taststationen © DLM, L. Brichta

Objekte des Leder-Alphabets mit Fühlstationen © DLM, L. Brichta