Vermittlungsprojekt „Unterwegs“ © DLM, J. Schäfer/P. Schröder

Unterwegs.

Objektpaare im Frankfurter Goethe-Haus und im Deutschen Ledermuseum inspirieren zu Reisegeschichten

Das Frankfurter Goethe-Haus und das Deutsche Ledermuseum kooperierten zum ersten Mal für ein gemeinsames Vermittlungsprojekt zum Thema Reisen.

 

Eine Gruppe von max. 15 Schüler*innen (ab der 7. Klasse) war eingeladen, zwischen Januar und März 2019 zweimal im Frankfurter Goethe-Haus und darauf zweimal im Deutschen Ledermuseum in Offenbach zu Gast zu sein. In beiden Häusern wurden Objektpaare mit Bezug zu Johann Wolfgang von Goethe vorgestellt, die im Zusammenhang mit dem Thema Reisen stehen. Diese dienten als Ausgangspunkt für Geschichten rund um das Reisen, die die Schüler*innen verfassten und anschließend mit der Feder auf Papier schrieben. Abschließend wurden die Seiten zu einem Heft gebunden und in einen selbstgestalteten Ledereinband eingeschlagen.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die Förderung der Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse Offenbach am Main.

 

Upcycling-Schmuckworkshop © DLM, L. Brichta

Vom Reststück zum Schmuckstück – Upcycling mit Leder

Schmuckdesign- und Dokumentarfilm-Workshop im Deutschen Ledermuseum

Zu erfahren, dass Kulturtechniken mit nachhaltigen Wirtschaften aber auch mit viel Spaß und Kreativität verbunden sein können, dazu lud dieses Projekt des Deutschen Ledermuseums (DLM) ein. Ausprobiert wurde die Methode des Upcyclings – es entstanden aus Restmaterialien durch eigenes Gestalten neue, hochwertige Gegenstände. Um die Kulturtechnik bekannter zu machen, drehten die Schüler*innen zudem einen Film über den Schmuckdesign-Workshop.

 

Das Projekt richtete sich an Schüler*innen zwischen 12-18 Jahren (eine Schulklasse) und fand an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Februar und März 2019 statt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Das Programm im DLM ist Teil des Jugend-Video-Kanal-Projekts der KulturRegion FrankfurtRhein-Main. Der dort entstehende Film wird zusammen mit den Filmen anderer Jugend-Projekte aus der Region auf einem Youtube-Kanal veröffentlicht und im Offenen Kanal ausgestrahlt.

 

 

© DLM

Ferienprogramm Stadt-Buch-Druck

Für die Herbstferien 2018 hatten sich die drei Offenbacher Museen und die KulturRegion im Rahmen der Route der Industriekultur Junior zusammengeschlossen und ein Ferienprogramm entwickelt, das die Kinder auf einen Streifzug durch ihre Stadt und die Museen einlud.

 

Beginnend mit einer Stadtführung, in deren Rahmen die Stadt- und Industriegeschichte kurz, knackig und vor allem interaktiv erzählt wurde, durften die Kinder danach einen Blick ins Depot und Archiv des Haus der Stadtgeschichte werfen. Besondere Orte, Eindrücke und Objekte wurden fotografiert und in der nächsten Station, dem Klingspor Museum weiterverwendet, denn dort wurden Bücher gestaltet. Die Fotos sind durch Materialdrucke und Stempelarbeiten zum Buch ergänzt worden, Inspiration dazu fanden die Kinder ebenfalls in der Stadt. Nach Vollendung wurde das Werk betitelt und mit einem Einband versehen.

 

Im Deutschen Ledermuseum lernten die Kinder in der Ausstellung DAS IST LEDER! Von A bis Z anhand von Taststationen zunächst das Material Leder kennen. Anschließend gestalteten sie für ihr Buch in einem von zwei Designerinnen angeleiteten Workshop einen individuellen Einband aus Leder.

 

Als Highlight dieser Veranstaltung waren die Kinder zusammen mit ihren Eltern dazu eingeladen, ihre Werke auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Klingspor Museum zu präsentieren.

 

Das Programm war für die Teilnehmer*innen kostenlos und fand statt vom 9. bis 12. Oktober 2018, 8.30–14.00 Uhr, der zusätzliche Buchmessetermin war am Sa, den 13. Oktober, 11.00 Uhr.

 

Die Route der Industriekultur Junior ist ein Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain, gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Modellprojekts Kulturkoffer.

Illustrationen © Barbara Jung

Von Offenbach bis Marokko – außergewöhnliche Gestaltungs-Workshops im Deutschen Ledermuseum

Die Frankfurter Designerinnen Petra Schröder und Barbara Jung entwickelten in Zusammenarbeit mit dem DLM spezielle Gestaltungsworkshops. Dank der Förderung durch die Kulturstiftung der Städtischen Sparkasse Offenbach am Main konnten diese für Schüler*innen der 3.-7. Klasse vergünstigt angeboten werden.

 

Das Programm startete mit einer halbstündigen, dialogischen Führung durch die Ausstellung LEDER.WELT.GESCHICHTE. 100 JAHRE DEUTSCHES LEDERMUSEUM (1917-2017), bei der ein Einblick in die bedeutende Geschichte der Lederstadt Offenbach sowie in die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Materials Leder über Zeiten und Kulturen hinweg gegeben wurde.

 

Daran schloss sich ein Workshop mit Petra Schröder und Barbara Jung an, in dem die Schüler*innen entweder „Babouches“, marokkanische Lederpantoffeln, oder einen Einband für ihr Lieblingsbuch aus Leder herstellten.

 

 

DIESE ZWEI WORKSHOP-THEMEN STANDEN ZUR WAHL:

WORKSHOP OPTION 1

Der Schuh des Aladdin. Eine Reise ins Lederland

Babouches heißen die bequemen Lederpantoffeln, die in Marokko überall zu sehen sind. Sie werden sowohl von Männern, als auch von Frauen getragen – zu Hause und auf der Straße. Frauen bevorzugen in der Regel bunt bestickte oder mit Pailletten verzierte Babouches, die Männer die schlichten Modelle, meist einfarbig, aber gerne in leuchtendem Rot oder Gelb. Babouches sind einfach aus Leder zu schneidern, können von Mädchen und von Jungs gleichermaßen getragen werden und sie lassen sich je nach Geschmack verzieren, zum Beispiel mit Lederfarbe bemalen oder mit Perlen, Pompoms oder Fransen verzieren.

 

Die Schüler*innen lernten im Workshop, dass einfache Schuhe selbst hergestellt werden können und durch die Auseinandersetzung mit der Schuhform aus Marokko ergab sich ein spannender interkultureller Bezug.

 

WORKSHOP OPTION 2

Rundumschlag! Ledereinband für das Lieblingsbuch

Mit den Schüler*innen wurden gemeinsam Ledereinbände entwickelt, die das Lieblingsbuch zum einen schmücken und zum anderen vor Verschmutzung schützen. Die Herstellung ist einfach, das Ergebnis wunderschön und nützlich. Die Bücherhülle kann mit einem Band verschlossen werden, im Inneren wird ein Lesebändchen befestigt. Auch dieses Projekt war gleichermaßen für Mädchen und Jungen geeignet, je nach Geschmack war der Einband schlicht gehalten oder wurde verziert. Ein Buch mit einem schönen Ledereinband nimmt man gerne in die Hand; er unterstreicht gleichzeitig den Wert eines Buches und im besten Falle dessen Inhalt. Vielleicht stellt er zum Lieblingsbuch sogar einen neuen Bezug her und die Leseleidenschaft wird neu entfacht.

Termine fanden im Zeitraum zwischen 15. Januar und 20. März 2018 für Schulklassen der 3.-7. Klasse statt. Dauer: 4 Stunden.

 

Mit freundlicher Unterstützung von: