Kapellchen Schellack, Axel Kaapke und Ev Machui © K. Maleskos

Sa, 11. Mai 2019, 19.00–1.00 Uhr

NACHT DER MUSEEN

Taschen.Vielfalt im DLM

Eine vielfältige Nacht im Zeichen der Tasche: In vier Sonderausstellungen erlebten die Besucher*innen Kurzführungen zu herausragenden Taschen aus dem reichen Bestand der Museumssammlung. Der Offenbacher Sattler und Feintäschner Marlon Navarro führte das Handwerk eines Feintäschners vor und fertigte vor Ort Täschchen und Lederwaren. Die DLM Taschenjagd lockte – gleich einer Schnitzeljagd – zu zahlreichen Stellen im Museum und bei dem DLM Taschenquiz konnte eine exklusive Tasche der Marke Picard gewonnen werden. Begleitet wurde die Nacht musikalisch von dem Chanson-Duo Kapellchen Schellack mit Stücken der 1920er- und 1930er-Jahre. Kulinarische Vielfalt boten eine Prosecco Bar und ein ausgewähltes Angebot verschiedener Teigtaschen im Café des DLM.

Flechtschmuck © S. Zivo

Sa, 6. April 2019, 14.00–17.00 Uhr

LEDER.SCHMUCK.DESIGN

Ein Workshop für Erwachsene mit der Designerin Sanja Zivo

Nach einer Kurzführung in der Ausstellung DAS IST LEDER! Von A bis Z, in der bereits auf das Material Leder eingestimmt wurde, folgt das Eintauchen in das Kunsthandwerk des Lederflechtens:

Gemeinsam mit der Designerin Sanja Zivo wurden in diesem Workshop verschiedene Knoten, Loch- sowie Schneidetechniken erprobt und individueller Lieblings-schmuck aus Leder kreiert.

 

Für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene. Die Teilnahme war auf 12 Personen begrenzt. Führung & Workshop 20 € inklusive Material.

Veranstaltungsplakat © DLM

Sa, 2. Februar 2019, 14.00–19.00 Uhr

TASCHEN-TAUSCH-KAUF-RAUSCH IM DLM

Anlässlich der Ausstellung IM FOKUS: TASCHEN – FUNKTIONAL, SCHMÜCKEND, MODISCH veranstaltete das DLM am ersten Februarsamstag einen TASCHEN-TAUSCH-KAUF-RAUSCH-Basar.

 

Vorab war allerdings die Mithilfe der Teilnehmer*innen gefragt. Bereits vom 15. bis 19. Januar 2019 luden wir sie ein, jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr, maximal fünf gut erhaltene Taschen im DLM abzugeben. Im Gegenzug erhielten sie je Tasche, eine Wertmarke oder sie spendeten sie für unseren Secondhand-Verkaufstisch.

 

Am 2. Februar 2019 konnten dann, nicht nur Taschen in den Ausstellungen des DLM bestaunt, sondern auch zwischen 14.00 und 19.00 Uhr beim TASCHEN-TAUSCH-KAUF-RAUSCH eingetauscht oder zu einem kleinen, fairen Preis erworben werden.

 

Eintritt frei für Basar und Ausstellungen.

Sneaker Gumshoe, Obermaterial: Rindsleder, Sohle: recycelte Kaugummis, Niederlande, 2018 © DLM, L. Brichta

So, 20. Januar 2019, 11.00 Uhr

Leder – Innovation und Experiment

LEDER IM WANDEL: EINE GESPRÄCHSREIHE DES DLM

2019 startet das DLM die Gesprächsreihe LEDER IM WANDEL. Der erste Termin „Leder – Innovation und Experiment“ beleuchtete die Zukunft des Materials Leder: Wohin geht die Reise? Wie sehen Expert*innen die Entwicklung gerade auch in Bezug auf neue Ersatzmaterialien? Wie bereichern innovative, umweltfreundliche Gerbmethoden das Angebotsspektrum?

 

Unter der Moderation von Dr. Anett Göthe, Kunstjournalistin aus Frankfurt am Main, diskutierten Akteur*innen aus Lederforschung und -industrie u.a. Dr. Haiko Schulz, Geschäftsführer des Forschungsinstituts Leder und Kunststoffbahnen (FILK) aus Freiberg bei Dresden und Andreas Meyer, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Lederindustrie (VDK) aus Frankfurt am Main.

 

Eintritt 8 €.

Außenansicht des Deutschen Ledermuseums von 1938 © DLM

Do, 13. Dezember 2018, 18.30 Uhr

„…ein aktiver Förderer des Nationalsozialismus …“ Hugo Eberhardt als Direktor des Deutschen Ledermuseums 1917–1959

Vortrag von Dr. Andreas Hansert

Die Stadt Offenbach hat ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Offenbacher Kulturinstitute in der NS-Zeit in Auftrag gegeben. Neben der Kunstgewerbeschule (der heutigen HfG) und der Firma Gebr. Klingspor wird dabei auch das Deutsche Ledermuseum intensiv untersucht. Von zentraler Bedeutung ist der Gründer und Direktor des Museums, Hugo Eberhardt (1874-1959), der jahrzehntelang auch die Offenbacher Kunstgewerbeschule geleitet hat. Um die beiden von ihm geführten Institute vorwärts zu bringen, kooperierte Eberhardt ohne Bedenken und intensiv mit den NS-Behörden, allen voran mit Gauleiter Jakob Sprenger. Demonstrativ stellte er seine Häuser in den Dienst des NS-Staates. Sein Verhältnis zur NSDAP, der er 1941 auch selbst beitrat, blieb dabei ambivalent. Aus Offenbacher Emigrant*innenkreisen, wo man das Geschehen aufmerksam beobachtet hatte, wurde ihm nach 1945 vorgeworfen, „ein aktiver Förderer des Nationalsozialismus“ gewesen zu sein. In Offenbach selbst hat es hingegen kaum eine Auseinandersetzung mit den NS-Einlassungen der bürgerlichen Elite in der Stadt gegeben. Eberhardt wurde für seine Verdienste um den Auf- und Ausbau des DLM schon bald mit dem Bundesverdienstkreuz und der Ehrenbürgerwürde bedacht. Der Abend warf einen kritischen Blick auf die damaligen Vorgänge.

 

Der Autor der Studie und Vortragende des Abends ist Historiker in Frankfurt und hat sich in mehreren Forschungsprojekten mit dem städtischen Bürgertum in der NS-Zeit befasst. Zu diesen und anderen Themen hat er umfangreich publiziert. Die Ergebnisse der Offenbacher Studie werden in Buchform veröffentlicht.

 

Der Eintritt ist frei.