Anhand ausgewählter Exponate zeichnet das Deutsche Ledermuseum die Kulturgeschichte der Handbekleidung nach und zeigt den Facettenreichtum eines unterschätzen Accessoires. Dienten einige Typen primär dem Schutz der Hände, besaßen Fingerhandschuhe über Jahrhunderte hinweg symbolischen Charakter etwa als Standeszeichen.

Sie waren Teil der christlich-liturgischen Bekleidung sowie der königlichen Insignien. Gesten, wie etwa die des Fehdehandschuh-Werfens waren als Aufforderung zu einem Duell allgemein verständlich. Für die elegante Garderobe waren Handschuhe lange Zeit unentbehrlich und gehörten zur höfischen, später dann zur bürgerlichen Etikette.

Die Ausstellung spannt den Bogen von Hand- und Armpanzern der Samurai über wärmende Fäustlinge der Inuit, Sport- und Arbeitshandschuhe bis hin zu Modellen namhafter Designer*innen.

Im Rahmen der Ausstellung kooperiert das DLM mit der Hochschule Pforzheim, die den deutschlandweit einzigen Bachelorstudiengang ‚Accessoire Design‘ anbietet. Zeitgenössische Entwürfe Studierender – von Ideenskizzen, Prototypen bis hin zu Endprodukten – ergänzen die Sammlungsschau.

Begleitend zur Ausstellung ist eine umfangreiche Publikation geplant.