Vor dem Hintergrund der einzigartigen Schuhsammlung des Deutschen Ledermuseums entfaltet sich mit STEP BY STEP: Schuh.Design im Wandel eine Ausstellung rund um das Thema Schuhe, ihre Gestaltung und kulturelle Bedeutung. 

Historische Exponate werden bewusst mit Exemplaren aus der zweiten Hälfte des 20. bzw. des 21. Jahrhunderts kombiniert, um sowohl Kontinuitäten als auch Brüche in der Entwicklung des Schuhs wie des Schuhdesigns zu akzentuieren und aufzuzeigen.

In insgesamt acht Themenbereichen werden Grundformen wie Sandale, Pantoffel, Halbschuh und Stiefel erklärt und Fragen gestellt: Wie entsteht ein Schuh? Seit wann unterscheiden wir zwischen einem rechten und einem linken Schuh? Aus welchen Materialien wird ein Schuh hergestellt? Warum kennen wir heute Designer*innen-Schuhe? Welche kulturelle Bedeutung haben einzelne Schuhmodelle? Wie hat sich der Absatz entwickelt oder worin besteht der erotische Reiz von bestimmten Modellen?

Über 150 ausgewählte Schuhe oder Schuhpaare veranschaulichen die Spannbreite der Sammlung und zeichnen eindrucksvoll die Kulturgeschichte der Fußbekleidung nach. Neben über zweitausend Jahre alten Sandalen aus Peru, syrischen Stelzsandalen für das Hammam aus dem 19. Jahrhundert oder Lachsleder-Stiefel der Nanai sind zahlreiche Schuhkreationen von namhaften Designer*innen wie etwa Beth Levine, Roger Vivier, Vivienne Westwood oder Jimmy Choo zu sehen. 

Schuhe sind – das zeigt die Ausstellung eindrücklich – weit mehr als funktionale und modische Bekleidung des Fußes. Sie stehen vor allem als schützendes Kleidungsstück, Statussymbol, Fashion Item oder politisches Statement ihrer Träger*innen im Fokus der Schau.

Begleitend zur Ausstellung erschien in der arnoldschen Art Publishers eine umfangreiche Publikation. Diese können Sie vor Ort im Museum erwerben oder über info@ledermuseum.de bestellen.  

Ausstellungsansicht, Schuh.Design im Wandel?
Ausstellungsansicht, Schuh.Design im Wandel? ©DLM, L. Brichta

Ermöglicht wurde die umfassende Ausstellung durch die großzügige Förderung der Dr. Marschner Stiftung.

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