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So, 25. November 2018, 15 Uhr

Taschen im Wandel

Die Entwicklung der Tasche wird bei der Führung mit Museumsdirektorin Dr. Inez Florschütz durch die Präsentation TASCHEN – FUNKTIONAL, SCHMÜCKEND, MODISCH und anhand ausgewählter Beispiele in der Ausstellung LEDER.WELT.GESCHICHTE. aufgezeigt. Zahlreiche hochwertige Exponate aus der Sammlung des DLM laden zur Neu-Entdeckung des so alltäglichen wie zuweilen auch ungewöhnlichen Gebrauchsgegenstands ein.

 

Eintritt & Führung 10 €.

So, 2. Dezember 2018, 15.00 Uhr

Von Antilopenpergament bis Ziegenleder: Entdeckungen rund um das Material Leder

Der Projektraum DAS IST LEDER! Von A bis Z lädt dazu ein, das Material Leder am Original, medial und durch die eigenen Sinne zu erleben: In dieser Führung wird das „Leder-Alphabet“ vorgestellt, an dem gängige wie exotische Lederarten in Kombination mit originalen Museumsobjekten zu erraten sind. An medialen Taststationen werden Hintergründe zur Herstellung und Verarbeitung verschiedener Lederarten erläutert. Durch eine Filminstallation ist das Offenbacher Feintäschner-Handwerk als kulturelles Erbe der Region erfahrbar.

 

Eintritt & Führung 10 €.

Do, 13. Dezember 2018, 18.30 Uhr

„…ein aktiver Förderer des Nationalsozialismus …“ Hugo Eberhardt als Direktor des Deutschen Ledermuseums 1917-1959

Vortrag von Dr. Andreas Hansert

Die Stadt Offenbach hat ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Offenbacher Kulturinstitute in der NS-Zeit in Auftrag gegeben. Neben der Kunstgewerbeschule (der heutigen HfG), der Firma Gebr. Klingspor u. a. wird dabei auch das Deutsche Ledermuseum untersucht. Von zentraler Bedeutung ist die Person des Gründers und Direktors des Museums, Hugo Eberhardt (1874-1959), der jahrzehntelang auch die Offenbacher Kunstgewerbeschule leitete. Um die von ihm geführten Institute vorwärts zu bringen, kooperierte Eberhardt ohne Bedenken und intensiv mit den NS-Behörden, allem voran mit Gauleiter Jakob Sprenger, und stellte seine Häuser demonstrativ in den Dienst des NS-Staates. Nach 1945 wurden seine Verstrickungen mit dem Nationalsozialismus sehr bald kleingeredet und vergessen, er wegen seiner Verdienste um den Ausbau der Sammlungen des Museums stattdessen mit Bundesverdienstkreuz und Ehrenbürgerwürde bedacht. Der Abend wirft einen kritischen Blick auf die damaligen Vorgänge.

 

Eintritt frei.